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letzte Aktualisierung 10.01.2008
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Am 3. März saßen das Ehepaar Schreiber und Gerd Willkommen erwartungsfroh im Flugzeug, das uns über Taipei nach Hanoi bringen sollte. Es war der Tag des großen Schnees und des Durcheinanders auf dem Frankfurter Flughafen. Nach zwei Stunden wurde unsere Maschine endlich enteist und wir konnten starten. Zum Glück kamen wir noch pünktlich am Nachmittag des nächsten Tages an. Frau Hien, unsere Vertreterin in Hue, empfing uns freudestrahlend am Flughafen in der Kaiserstadt.
Der nächste Tag, ein Sonntag, war für Stadtbesichtigung und ein Treffen mit Frau Ton Nu Thin Hien und ihrer Tochter reserviert. Sie hatte 2004 ihre Arbeit verloren und lebt seitdem ohne Einkommen mit ihrer Tochter, Schwester, Nichte und Bruder auf 27 qm. Die monatliche Miete, inclusive Wasser und Energie beträgt ca. 35 Euro. Mit der finanziellen Unterstützung von Hannelore und Gerd Willkommen hat sie im letzten Jahr in Saigon einen Lehrgang auf einer internationalen Frauenschule absolviert. Neben Haarstyling, Make up, Massage hat sie auch Kurse für traditionelle Dekoration von Speisen und Kuchen belegt. Solche handwerklichen Fähigkeiten wären in einem Fünf-Sterne-Restaurant in Deutschland gefragt.
Am ersten Arbeitstag der Woche hatten wir einen Termin bei der Abteilung Internationale Beziehungen der Provinzregierung in Hue. Vom Leiter der Abteilung, Herr Chau Dinh Nguyen, und Herr Gerd Willkommen wurde der Vertrag in feierlicher Form unterzeichnet, der die Grundlage der Hilfsarbeit in Vietnam ist. ![]() Besuch der alleinstehenden Frauen in Huong Tho Von der Abteilung Internationale Beziehungen konnten wir uns auch für den Urlaubsteil ein Auto gegen eine reguläre Gebühr ausleihen. Da Gerd Willkommen einen
Am Nachmittag fand ein informelles Treffen mit der Frauenunion des Distriktes statt, an dem auch eine Vertreterin der Abteilung Internationale Beziehungen teilnahm. Danach begleitete uns die für das Dorf Huong Tho zuständige Frau der Frauenunion. Am nächsten Tag führte sie uns zu fünf alleinstehenden Frauen, die auf der offiziellen Armutsliste stehen, die jedes Dorf zu führen hat. Wir sollten und mußten entscheiden, ob die besuchten Frauen arm und hilfsbedürftig genug sind, um unsere Hilfe erhalten zu können. Ein scheußlicher Job, eine solche Auswahl treffen und damit
![]() Schweinezucht in Ai Tu
![]() Schulung der Frauen Dann kam endlich der Tag der Schulung der Frauen. Sie warteten schon sehnsüchtig darauf, dass es losgeht. Acht hatten wir zunächst ausgewählt. Herr Minh vom Nationalpark Bach Ma, ausgebildeter Biologe, hatte bereits für den DED in der Pufferzone vom Nationalpark ein ähnliches Projekt mitgemacht und Bauern geschult. Er berichtete
Er übernahm die Ausbildung der Frauen in Huong Tho. Er teilte sein Empfinden mit, dass diesem Projekt gleichfalls guter Erfolg beschieden sein wird, weil wir erstens mehr Ferkel übergeben und zweitens mehr für den Stall ausgeben. Im letzten Jahr waren 20% der Tiere in der Hitze des Sommers gestorben, weil für das geeignete Dach nicht genug Geld zur Verfügung stand. Drittens seien die Frauen weitaus motivierter, alles zu tun, was ihnen beigebracht und aufgetragen wird, denn sie wissen, dass eine solche Chance so schnell nicht wiederkommt.
Es war eine muntere Diskussion und keineswegs nur eine einseitige Angelegenheit des Vortragenden. Ms. Ton Nu Thi Hien hat an der Schulung teilgenommen, um selbst geschult zu sein, wenn sie sozusagen die technische Abnahme der Schweinekoben wahrnimmt. Herr Hien hat inzwischen alle Schweineställe abgenommen. Alle sind normgerecht gebaut. Nun warten die Frauen auf den 14.04.2006, wenn die Schweine aus Ai Tu kommen. Gerd Willkommen Erzhausen, am 06.04.2006 ![]() |